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Die Faszination der Gebirgsjagd – Ein Gespräch

„Der Pirschführer geht gebückt vor, deutet in kurzen, heftigen Bewegungen, dass wir folgen sollen. Auf einer größeren Steinplatte wird rasch der Rucksack aufgelegt, die Büchse drauf, eine sichere Position eingenommen und schon hört man ein wisperndes „wenn du soweit bischt, dann schiaß, der passt“. Sekunden später fährt das Absehen ins Ziel. Die Augen nochmals geschlossen, tief durchgeatmet. Das Murmele steht noch, ich bin gut im Leben. Der Finger drückt nun sachte den Abzug und der Schuss bricht. Noch durchs Feuer sehe ich das Murmele zusammensacken und höre ein Weidmannsheil vom Pirschführer. Ich atme durch und bin gerade nur aufgeregt und dankbar.“

Die Jagd im Hochgebirge ist für viele Jäger ein einmaliges und besonders beeindruckendes Erlebnis. So auch für Patrick und Jana, die gemeinsam auf Murmeltierjagd in den Hohen Tauern in Osttirol unterwegs waren. In diesem Gespräch teilen sie ihre Erlebnisse, Gedanken und Herausforderungen dieser besonderen Jagd.

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Die besondere Herausforderung der Bergjagd

Jana: 
„Die Bergjagd aufs Murmeltier in Matrei in Osttirol war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Die Kombination aus körperlicher Anstrengung und der überwältigenden Schönheit der Natur macht die Jagd im Gebirge so einzigartig. Schon der Aufstieg war eine Herausforderung, sowohl körperlich als auch mental. Man braucht nicht nur Ausdauer, sondern auch die nötige innere Stärke, um diese Hürden zu meistern.“

Patrick:
„Da kann ich nur zustimmen. Auch wenn ich aus Südtirol komme und in den Bergen großgeworden bin, ist jede Gebirgsjagd für mich etwas ganz Besonderes. Ich jage ja  hauptsächlich in den Voralpen Niederösterreichs und genieße dort die hügelige Landschaft – aber die Hochgebirgsjagd bringt einen ganz anderen Reiz mit sich. Hier ist die Natur wilder, ursprünglicher, und man wird als Jäger viel mehr gefordert.“

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Naturgewalten und Wetterumschwünge: Eine unberechenbare Herausforderung

Jana:
„Ein entscheidender Faktor bei der Bergjagd ist das Wetter. Es beeinflusst nicht nur die Jagdbedingungen, sondern auch das Verhalten der Tiere. Wind, Regen oder Nebel können die Sicht einschränken und das Pirschen erschweren. Glücklicherweise hatten wir bei unserer Jagd traumhaftes Wetter – windstill und sonnig. Am Tag davor war es noch richtig ungemütlich.“

Patrick:
„Das Wetter im Gebirge ist unberechenbar. Man muss auf alles vorbereitet sein, denn es kann sich innerhalb von Minuten ändern. Ich erinnere mich noch gut an eine Gamsjagd in Südtirol, wo ich an einem einzigen Tag alle vier Jahreszeiten erleben durfte. Das ist typisch für das Hochgebirge – und genau deshalb braucht es auch die richtige Ausrüstung. Von ordentlichen Bergstiefeln bis hin zum Gebirgsstecken – ohne diese Ausrüstung riskiert man, dass die Jagd schnell zu Ende ist.“

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Die Bedeutung von Geduld und Ausdauer

Jana:
„Die Anstrengung des Aufstiegs wurde durch das Gefühl der Erfüllung belohnt, als wir unser Ziel erreichten. Die Ruhe und die unberührte Natur sind einfach überwältigend. Es war schön, die Landschaft zu genießen und gleichzeitig geduldig auf den richtigen Moment zu warten. Das hat mich daran erinnert, dass die Jagd nicht nur physisch, sondern auch mental fordernd ist.“

Patrick:
„Das stimmt. Besonders im Hochgebirge braucht man Geduld. Es kann passieren, dass man lange in Deckung liegt und auf den richtigen Moment wartet. Die Tiere sind hier oben viel wachsamer und die Distanzen oft größer bzw. schwerer zu überwinden als im Flachland. Es passiert nicht selten, dass man für eine gute Position einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen muss und eine unbedachte Bewegung oder ein nichtsahnender Wanderer dann doch das Wild vertritt.“

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Gemeinsam stark: Jagdfreunde als Stütze

Jana:
„Besonders beeindruckend fand ich die Tatsache, dass ich dieses Erlebnis mit Freunden teilen konnte. Gemeinsam haben wir die Herausforderungen gemeistert und uns gegenseitig unterstützt. Die Freude, die man am Ende teilt – das gemeinsame Lachen und der Jagderfolg – machen solche Jagdmomente noch wertvoller.“

Patrick:
„Das soziale Element der Jagd darf man nicht unterschätzen. Es gibt nichts Schöneres, als nach einer erfolgreichen Jagd mit Freunden zusammenzusitzen, über den Tag zu sprechen und die Eindrücke zu teilen. Es ist ein Moment, der einem lange in Erinnerung bleibt, vor allem, wenn man sich den Erfolg im Gebirge hart erarbeitet hat.“

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Nach der Jagd: Erfüllung und Stolz

Patrick:
„Die Jagd im Hochgebirge ist körperlich sehr anspruchsvoll, und man muss oft bis an seine eigenen Grenzen gehen. Wenn man dann das Stück Wild geborgen hat, ist die Freude umso größer. Jedes Kilo, das man vom Berg trägt, erinnert einen daran, wie hart man dafür gearbeitet hat. Die Anstrengung und der Schweiß bleiben einem in Erinnerung und genau das macht die Gebirgsjagd so besonders.“

Jana:
„Ja, die Arbeit endet nicht mit dem Schuss. Der Abtransport des Wildes ist im Gebirge oft die eigentliche Herausforderung. Ein Murmeltier ist zwar leicht zu tragen, aber bei größerem Wild wird es deutlich schwieriger. Dennoch – das Gefühl, etwas erreicht zu haben, das einen an die eigenen Grenzen gebracht hat, ist unbeschreiblich.“

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Fazit: Die Einzigartigkeit der Murmeltierjagd

Die Murmeltierjagd in den Hohen Tauern war für Jana und Patrick ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Die körperlichen Herausforderungen, die einzigartige Landschaft und die Freude, dieses Erlebnis mit Freunden zu teilen, machen die Bergjagd zu einem unvergesslichen Abenteuer. Genau diese Momente sind es, die die Jagd in den Bergen so faszinierend machen. Sie fordern uns heraus, bringen uns an unsere Grenzen und belohnen uns mit Erinnerungen, die für immer bleiben.

Wer mehr über ihre Erlebnisse erfahren möchte, findet auf unserem Instagram-Kanal @voll.wild spannende Einblicke und Videos.

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