Hey Jagdfreunde! Nach Martin ist nun Patrick, auch bekannt als @Wildtiroler, an der Reihe, sich vorzustellen.
Patrick, der ursprünglich aus Südtirol stammt, lebt schon seit einigen Jahren in Wien und im Wienerwald, vermisst jedoch immer die Berge seiner Heimat. Die Jagdprüfung hat er erst 2021, in der Hochphase der Covid-Pandemie, abgelegt. Höchst an der Zeit, war er doch schon als Kind von der Jagd fasziniert und galt bei Familie und Freunden immer als das „Jägerle“. Davon zeugt auch eines der beiliegenden Fotos.
An der Jagd liebt er, Zeit in der Natur zu verbringen, ein Verständnis für die Lebensräume des Wildes und dessen Bedürfnisse zu entwickeln und ungestört das Wild in seinem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. Er interessiert sich besonders für Jagdkultur und Jagdgeschichte. Brauchtum und Tradition liegen ihm besonders am Herzen.
Als noch Jungjäger hatte er noch nicht so viel Gelegenheit, in einem Revier einwirken zu können, aber er nutzt jede Gelegenheit, um zu lernen und zu einem fermen Jäger zu werden. Ihm ist es wichtig zu verstehen, wie man richtig in die Bestände eingreift, um sie gesund und stark zu halten und gleichzeitig einen Ausgleich zu den Interessen von Forst- und Landwirtschaft zu finden.
Beruflich ist Patrick in der IT im Finanzbereich tätig. Daher bringt er seine analytische Denkweise und strategische Planung für voll.wild ein.
Neben der Jagd interessiert er sich für Geschichte, Kunst und klassische Musik. Er genießt es, auf ausgedehnten Waldspaziergängen in der Natur zu entspannen, liebt das Landleben und den britischen Stil. Ein besonderes Interesse pflegt er auch für die Herrenmode und versucht darin, österreichische Tradition und britischen Stil zu vereinen, weshalb er als ein großer Liebhaber von Tweed- und Lodenprodukten gilt.
Schließlich ist er auch ein Genussmensch und leidenschaftlicher Hobbykoch, der es liebt, aus Wildbret köstliche Speisen zu zaubern und immer wieder Neues auszuprobieren, was durchaus ein wichtiger Grund für ihn war, Jäger zu werden. Darüber hinaus ist er auch ein Liebhaber von Wein und Whisky und pafft in seiner Freizeit auch gerne mal eine gute Zigarre oder Pfeife.
Interview mit Patrick:
Siehst du eine Verbindung zwischen deinen Interessen an Geschichte und der Jagd?
„Absolut! Zuallererst Geduld. Egal, ob man ein mittelalterliches Manuskript entziffern will oder auf einen Bock sitzt: Man braucht immer Geduld. Und man muss lernen in Kontexten zu denken. Historisch Gewordenes entschlüsselt sich oft nicht auf den ersten Blick, genauso wie das Verhalten des Wildes. Es braucht Muße und Willen, um da durchzublicken. Aber auch die Einsicht, vielleicht nie die ganze Wahrheit zu kennen und auf immer ein Lernender zu sein. Und schließlich ist die Jagd das älteste Handwerk der Menschheit, was bietet also mehr Geschichte? Egal, ob man sich für steinzeitliche Jagdtechniken oder mittelalterliche Jagdrechte interessiert, die Themenbreite ist immens.“
Warum ist dir guter Stil so wichtig?
„Das ist gar keine so leichte Frage. Warum tut man, was man tut? Was Kleidung anbelangt, habe ich mich in meiner Jugend irgendwann gefragt: Wer willst du eigentlich sein und was willst du darstellen? Mit dieser Frage begann eine lange Reise, die auch noch nicht und wahrscheinlich niemals abgeschlossen sein wird. Plötzlich interessiert man sich für Stoffe, Schnitte, Moderegeln und dann dafür, sie gezielt, aber gekonnt zu brechen und schließlich seinen eigenen Stil zu entwickeln, in dem man authentisch wirkt. Es liegt wahrscheinlich auch einfach etwas Lustvolles darin, eine funktionierende Kombination aus Farben, Mustern und Stoff zu schaffen – ähnlich wie beim Kochen oder Malen.“
Hast du als Südtiroler eine Lieblingswildart aus deiner Heimat?
„Grundsätzlich bin ich ein großer Freund des Rehwildes. Oft als „dumm“ gescholten, finde ich sein Verhalten und seine Strategien doch faszinierend. Und es schmeckt mir auch am besten. Aber freilich kann ich zugeben, dass ich nach einer Gamsjagd in den Dolomiten eine gewaltige Faszination für das Gamswild entwickelt habe. Es gibt kaum einen schöneren Moment, als im Morgengrauen ins Hochgebirge zu steigen und nach all der Anstrengung Anblick in dieser unglaublichen Bergkulisse zu haben. Davon zehrt man sehr lange.“
Begleitet Patrick auf seinen Abenteuern und seid gespannt auf seine fundierten Tipps und faszinierenden Geschichten.
Weidmannsheil & viel Freude beim Lesen!



