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Stoppt die Lebensraumzerschneidung!

Liebe voll.wild-Community,

heute möchten wir euch eine dringende und wichtige Petition vorstellen, die sich für den Schutz der Lebensräume unserer Wildtiere einsetzt: „Stoppt die Lebensraumzerschneidung„.

Diese Initiative, gestartet von dem renommierten Wildbiologen Frank Zabel, zielt darauf ab, den unkontrollierten Ausbau von Infrastrukturprojekten in Deutschland zu stoppen, die die natürlichen Wanderkorridore und Lebensräume von Rotwild und anderen Wildtierarten zerstören.

„Das Rotwild [in Deutschland] steht am Beginn des Aussterbeprozess!“ 
Prof. DDr. Sven Herzog

 

Der Aufruf zur Unterstützung

Die Petition fordert die sofortige Umsetzung der im deutschen Bundesnaturschutzgesetz definierten Maßnahmen zur Schaffung eines länderübergreifenden Biotopverbunds und den Schutz der für diesen Verbund notwendigen Flächen. Besonders betroffen ist das Rotwild, das an weiträumigen Wanderungen zum Genaustausch gehindert wird und daher vielerorts bereits unter inzuchtbedingten Missbildungen leidet. Die fortschreitende Lebensraumzerschneidung macht es den Tieren unmöglich, ihren klimaoptimalen Lebensräumen zu folgen, was durch den Klimawandel zusätzlich verschärft wird.

Die Initiatoren der Petition

Frank Zabel ist ein engagierter Wildbiologe aus Schleswig-Holstein und ein leidenschaftlicher Fürsprecher für den Schutz von Wildtieren. Vielen von euch sicherlich durch seinen Podcast JAGDcast oder auf Instagram als das_edelwild bekannt, in welchem er sich schon seit längerem intensiv mit verschiedensten Aspekten der Jagd beschäftigt. Sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrung in der Wildtierforschung machen ihn zu einer wichtigen Stimme im Kampf gegen die Lebensraumzerschneidung.

Aktueller Status und Aufruf zur Unterstützung

Die Petition hat das Ziel, 50.000 Unterschriften zu erreichen, um im deutschen Bundestag behandelt zu werden. Eure Unterstützung ist jetzt entscheidend!

👉 Unterschreibt die Petition hier

Zustand des Rotwildbestandes in Deutschland und Österreich

In Deutschland und Österreich ist der Zustand des Rotwildbestandes besorgniserregend. Die Bestände sind stark fragmentiert, was zu genetischer Isolation und Inzuchtproblemen führt. Ohne ausreichende Wanderkorridore und Schutzmaßnahmen droht eine weitere Verschlechterung der genetischen Vielfalt und Gesundheit der Bestände.

Eure Mithilfe ist gefragt

voll.wild will die Initiative unterschützen und sich intensiver mit der Thematik der Lebensraumzerschneidung beschäftigen. Wir rufen daher unsere österreichischen Leser und Experten auf, sich bei uns zu melden, um den Status der Lebensraumzerschneidung in Österreich zu ermitteln. Habt ihr schon einmal Formen genetischer Missbildung bei euren Wildtieren oder erlegten Stücken beobachten können? Eure Expertise und Erfahrungen sind gefragt und von unschätzbarem Wert.

Gemeinsam können wir einen Unterschied machen. Setzt euch mit uns für den Schutz unserer Wildtiere und ihrer Lebensräume ein!

Weidmannsheil,
Euer voll.wild Team



Quellen:


Bilder:

Wurden dankenswerterweise von Jan Winkler (hunting_photographer_germany) zur Verfügung gestellt.

Der Originaltext der Petition

Hier ist der Originaltext der Petition, die ihr unterstützen könnt:

“Der ungebremste Bau von Straßen, Bahntrassen, Siedlungen, Industrieanlagen und Freiflächenphotovoltaikanlagen verinselt die Lebensräume von wildlebenden Tieren und gefährdet ihren Fortbestand.

Die Lebensräume der Wildtiere werden immer kleiner und Wanderungen zwischen ihnen sind nur noch selten möglich, da die Wege der Tiere durch die o.g. Bauwerke und den dort herrschenden Verkehr verschlossen werden. Bestes Beispiel hierfür ist der Rothirsch, der bereits vielerorts Anzeichen von inzuchtbedingten Missbildungen zeigt.

Das Problem besteht unabhängig vom Klimawandel, es wird jedoch durch den Klimawandel verstärkt, da landgebundene Tierarten ihrem klimaoptimalen Lebensraum, der sich stetig nach Norden verschiebt, nicht hinterherwandern können. Natürlich sind dies unscheinbare und kleine Tiere, ihre Vielfalt bildet aber die Lebensgrundlage auf unserem Planeten.

Wir fordern deshalb die sofortige Umsetzung der in §21 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) definierten Maßnahmen zur Herstellung eines länderübergreifenden Biotopverbunds, den Schutz der für den Biotopverbund erforderlichen Flächen und die Vernetzung bereits getrennter Biotope.

Als Sofortmaßnahme fordern wir die Herstellung des bereits 2010 von Hänel und Reck kartierten Netzwerks für Wald bewohnende, größere Säugetiere sowie die Umsetzung regionaler Konzepte, wie den Rotwildwegeplan in Schleswig-Holstein oder den Generalwildwegeplan in Baden-Württemberg.

Angesichts der rasant fortschreitenden Lebensraumzerschneidung müssen dort, wo vorhanden, bereits erstellte Pläne für den Schutz der Wanderkorridore herangezogen werden. Es ist Eile geboten!

Auf (kartierten) Wanderkorridoren und in Trittsteinbiotopen fordern wir ein sofortiges Moratorium (Stopp) für Baumaßnahmen, ein Verschlechterungsverbot im Sinne der FFH-Richtlinie und die Beseitigung bereits vorhandener Wanderhemmnisse durch den Bau von Grünbrücken, die Beseitigung des Hindernisses oder andere geeignete Maßnahmen.”

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